Mamma-MRT

Anwendung/ Prinzip

Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT, Kernspintomographie) der Brust ist ein sehr empfindliches Verfahren (die Sensitivität liegt bei über 95%) mit dem bereits sehr kleine Brustkrebserkrankungen und auch Krebsvorstufen (DCIS) diagnostiziert werden können, die in der herkömmlichen Röntgen-Mammographie und im Ultraschall noch nicht sichtbar sind.

Durchführung
Die Untersuchung dauert in unserem 3.0 Tesla Hochleistungssystem nur noch ca. 15 Minuten bei hervorragender Bildqualität.

Bei der Mamma-MRT erfolgt die Untersuchung in einem starken Magnetfeld, es wird keine Röntgenstrahlung eingesetzt.
Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage, wobei die Brust in einer speziellen Untersuchungsspule gelagert. Dies ist notwendig, um eine optimale Bildqualität zu erreichen. Der Druck auf die Brust ist dabei sehr viel schwächer als bei der Mammographie.

Da bösartige Tumore in der Brust (Mammakarzinome) häufig beim Wachstum eine verstärkte Durchblutung aufweisen, kommt zur besseren Erkennbarkeit ein Kontrastmittel zum Einsatz.

Das Drüsengewebe ist auch vermehrt durchblutet, wenn der Hormonspiegel im Monatszyklus erhöht ist. Dann ist die Erkennbarkeit der bösartigen Befunde eingeschränkt. Daher ist die Wahl des richtigen Untersuchungszeitpunktes sehr wichtig. Der optimale Untersuchungszeitpunkt für Frauen mit regelmäßigem Zyklus liegt in der zweiten Woche nach Beginn der Periode (zwischen dem 7.-14. Tag). Bei Frauen, die keinen geregelten Zyklus mehr haben (Menopause/Klimakterium) kann die Untersuchung unabhängig hiervon jederzeit erfolgen.

Gründe für die Durchführung einer Mamma-MRT

Derzeit erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Mamma-MRT nur bei folgenden Fragestellungen

  • Zur Unterscheidung zwischen einer Operationsnarbe und einem Rezidiv (erneuter Tumor) in derselben Brust nach einer Brustkrebsbehandlung, wenn dies mittels Mammographie und Ultraschall nicht zuverlässig gelingt
  • Bei vergrößerten Achsellymphknoten und unauffälliger Mammographie und Ultraschalluntersuchung, um nach einem Ursprungstumor in der Brust zu suchen

Derzeit erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Mamma-MRT nur bei folgenden Fragestellungen:

  • Bei Frauen mit einem besonders hohen familiären Brustkrebsrisiko oder sogar bereits festgestellter Gen-Mutation als intensivierte Früherkennung gemäß der aktuellen Leitlinien (S3-Leitlinie)
  • Präoperatives Staging bei bereits festgestelltem Brustkrebs – dabei wird nach weiteren Krebsherden in der betroffenen Brust sowie der bislang unauffälligen Brust gesucht
  • Zur Therapiekontrolle bei Patientinnen, die vor einer Operation mit einer Chemotherapie behandelt werden
  • Bei Verdacht auf ein Rezidiv nach Entfernung der Brust und Aufbau mit einem Silikonimplantat
  • Unklare Befunde bei Mammographie und Brustultraschall
  • Bei Frauen, die zu einer Brustvergrößerung ein Silikoimplantat tragen ist die Beurteilbarkeit in der Mammographie und im Ultraschall manchmal nicht ausreichend, um einen Brustkrebs sicher auszuschließen. Die Mamma-MRT kann diese diagnostische Lücke schließen
  • Zum Nachweis eines Lecks bei Brustimplantaten

Die Untersuchung wird in diesen Fällen in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Wenn wir der Überzeugung sind, dass trotzdem eine Mamma-MRT sinnvoll ist, dann sind wir Ihnen gerne bei einem Antrag auf Kostenübernahme im Einzelfall behilflich.

Was Sie beachten müssen, wenn Sie eine Mamma-MRT benötigen

Wenn Ihre Voruntersuchungen nicht in unserer Praxis durchgeführt wurden bringen Sie zum Untersuchungstermin bitte alle Ihre auswärtigen Unterlagen aus der Brustdiagnostik mit.

Für eine Brust-MRT-Untersuchung brauchen Sie nicht nüchtern sein und können Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen.

Sollten Sie an einer Nierenerkrankung leiden, benötigen wir einen aktuellen Kreatinwert.

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